Meissner Porzellan

Meissner Porzellan klauen

Qigong-Übung – eine kleine Räuberei

Beim Taiji und Qigong-Training im Pantomimenstudio Prenzlauer Berg, stellte uns Brigitte Bergese diese Hilfsübung zur Sensibilisierung der Wirbelsäule während der räumlichen Bewegung vor. Varianten dieser Übung sind auch bekannt unter Namen wie: »Teeschalen tragen« . 

Brigitte Bergese und Berndt Bartel
sowie Workshopteilnehmer,
Kranich-Qigong im Pantomimenstudio
Berlin Prenzlauer Berg ca.1982

Brigitte Bergese und Berndt Bartel sowie Workshopteilnehmer, Qigong im Pantomimenstudio Prenzlauerberg 1982

Grundposition
Die Füße stehen schulterbreit (eine breitere Position zB.: die Reiterstellung ermöglicht intensivere Beinarbeit, bei stärkerer Gewichtsverlagerung). Tiefes Sinken des Beckens – aufrechte Haltung – wir hängen am »Goldenen Faden«. Die Hände liegen auf dem unteren Dantian/Zinnoberfeld (Xia-Dantian / Daumen sind über dem Bauchnabel, die Finger unter dem Bauchnabel).

Unsere Atmung ist ruhig und gleichmäßig. 

Vorstellung
Es ist uns gelungen in die Archive des Meißner Porzellan Museums vorzudringen. Endlich können wir echte Schätze rauben, die in unserer Sammlung noch fehlen. Wir stehen vor dem Regal mit wertvollen Sammlerstücken.

Übung
Während die rechte Hand [re. Hd.] sich unter dem Dantian öffnet und verweilt (Laogong / Palma zum Himmel), drehen wir den Oberkörper nach Links um Schwung zu holen. Linke Hand [li.Hd.] öffnet sich dabei über der Hüfte (mit Laogong / Palma ebenfalls zum Himmel), sie wird im weiten Bogen nach vorn getragen.

Vorstellung
Wir greifen in das Regal und holen uns einen Teller heraus. Wir tragen den Teller – den Schwung des horizontalen Bogens folgend, weiter nach Rechts, um dann wieder zur Mitte, vor unser Zentrum zurückzufließen. Wir schauen auf den Teller, wenn er die Mitte erreicht um zu überprüfen ob die Malerei auf dem Geschirr unseren Erwartungen entspricht.

Übung
Oberkörper und Gleichgewicht folgen dem Schwung der Handbewegung: von Links nach Rechts und wieder zurück zur Mitte.

Vorstellung
Nun der Wichtigste Teil – wir müssen die Echtheit des Porcellans überprüfen – also, wir müssen unter den Teller sehen.

Übung
Vom Zentrum aus öffnet sich die li.Hd. noch einmal nach Links. Becken und Oberkörper folgen. Die hand steigt im Bogen nach Links Hinten empor – ohne die Laogong-Verbindung zum Himmel zu verlieren. Handgelenk dreht nach Links beim Steigen, bis wir über dem Kopf sind und durch das „Tigermaul“ (zwischen Daumen und Zeigefinger) hindurch schauen können.

Vorstellung
Wir überprüfen, ob unter unserem imaginären Teller, die berühmten gekreuzten Schwerter/Säbel des Meißner Porzellans eingraviert sind. Alles echt – super! – nun zurück.

Übung
Auf dem selben Wege sinkt die Hand zurück bis zur Höhe des mittleren Dantian, kreist wieder nach Vorn, im weiten Bogen nach Rechts, um danach vor dem unteren Dantian zu landen.

Vorstellung
Wir überprüfen mit letzten Blick auf das Objekt, ob es wert ist, mitgenommen zu werden. Dann stecken wir es ein.

Übung
Beide Hände befinden sich unter dem Xia-Dantian (Laogong / Palma zum Himmel). Wir nutzen den Schwung der gerade angekommenen linken Hand und lassen sie weiter etwas nach Links hinausgleiten. Die rechte Hand schleißt sich ihr synchron an: wir öffnen die Achseln und die Ellenbogen weit, als ob wir Schwung holen wollen und schließen sie wieder. Die linke Hand sticht mit den Fingerspitzen voran unter die rechte Achsel.

Vorstellung
Wir stecken das Objekt unter unseren Mantel.

2. Teil / Seitenwechsel
Linke Hand verbleibt jetzt in der Position vor dem Xia-Dantian. Rechte Hand ist schon zur rechten Seite geöffnet und kann die Übung parallel wiederholen.

Vorstellung
Unsere Imagination variiert nach der Anzahl der Wiederholungen: Wir sammeln noch eine Tasse, eine Schale, einen Krug, eine Vase usw.

bb.15.04.2014

Meissner-Porzellan

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meissen-logo

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Wie schon erwähnt gibt es wundervolle Varianten dieser »Porcellan-Arbeit«.

In den Videos (unten) noch Ansichten von Tina Falkner und Verena Geweniger bei denen die Mobilisierung von Schultern, Armen, Wirbelsäule in den weiten eleganten Bewegungen gut erkennbar ist.